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Zirkuswoche in Plementina 2023

Während sieben Tagen durften die Kinder verschiedene Zirkusdisziplinen ausprobieren, künstlerisch ausleben, Spiele spielen oder zirzensischen Kurzauftritten zuschauen. Als Abschluss der Woche gab es eine kleine Vorstellung: Am Freitagabend zeigten sich alle gegenseitig und einigen Eltern, was sie in der Woche gelernt und geübt hatten.

Zwischen den Zirkusworkshops machten wir immer alle zusammen ein kurzes Spiel. Es war spannend zu sehen, dass wir zum Teil die genau gleichen Spiele kennen. Wie Zum Beispiel „Lumpen legen“. Durch vergangene Projekte hatten wir Kontakt mit Jimmy. Er ist der Leiter einer Musikschule in Plementina und setzt sich auf verschiedene Weise für die Kids vor Ort ein, welche vorwiegend Romas sind. Es ist kein Geheimnis, dass diese Bevölkerungsgruppe im Kosovo, welche vor allem albanisch und zu kleinen Teilen auch serbisch dominiert ist, nicht die einfachsten Lebensumstände haben. Darum soll es aber gar nicht gehen! Es geht darum, dass wir versuchen für alle Kinder im Dorf ein schönes Sommererlebnis zu ermöglichen.

Also organisierten wir uns ein wenig Zirkusmaterial und machten uns auf den weg durch den Balkan bis nach Plementina. Dort angekommen, sind wir mit einer überwältigenden Gastfreundschaft begrüsst worden. Wir wussten manchmal gar nicht wie wir uns verhalten sollten, aber wir haben uns schnell super verstanden.

Gleichzeitig haben wir das Programm für die Kids aus dem Dorf vorbereitet. Jeden Tag boten wir drei Workshops an, bei welchen die Kinder Zirkusdisziplinen lernen konnten. Dabei stand aber nicht unbedingt die Disziplin im Vordergrund, sondern, dass die Kinder neue Erfahrungen sammeln können und einfach Platz haben, um zu spielen und sich auszutauschen. Am Ende der Woche organisierten wir ein kleines „Showing“. Das heisst, die Kinder konnten den anderen Kindern und ihren Eltern zeigen, was sie diese Woche gelernt hatten. Es war ein wundervoller Abschluss unserer Projektwoche und es führte uns einmal mehr vor Augen, was man so in einer Woche erreichen und erleben kann.

Am gleichen Abend hiess es: Abschied nehmen. Von den Kindern, unserer Gastfamilie und von allen Helfenden, welche uns im Projekt unterstützt haben, sei es mit Übersetzungen oder bei der Animation der Kinder. Wir haben im kleinen Garten unserer Gastfamilie ein kleines Feuer gemacht und haben singend und lachend den letzten Abend verbracht. Zusammen haben wir über das Erlebte in der Projektwoche, aber auch sonst über Gott & die Welt gesprochen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Nachhauseweg. Es war ein emotionaler Moment. Ein Moment, welcher das Projekt, mit all seinen schönen Erlebnissen abschliesst und ein Moment, in welchem wir uns freuen nach Hause zu fahren, um uns ein wenig zu erholen. Auf dem Nachhauseweg blieben mir die fragenden Kinder im Kopf: „Kommt ihr nächstes Jahr wieder ? Sehen wir uns nächstes Jahr?“ „Ich weiss es nicht, aber ich weiss, dass es auf irgendeine Art & Weise wieder ein Projekt geben wird. Das wichtigste ist, dass wir in Kontakt bleiben und nicht unterschätzen was man zusammen erreichen kann.

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